Cem Özdemir in Niedernhall

Am 5. März 2026 durfte ich in der gut besuchten Stadthalle von Niedernhall den baden-württembergischen Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, begrüßen. Gemeinsam haben wir mit vielen Bürgerinnen und Bürgern über aktuelle politische Herausforderungen, die Zukunft Baden-Württembergs und die anstehende Landtagswahl gesprochen.

In meiner Begrüßung habe ich betont, wie wichtig mir der direkte Austausch mit den Menschen in Hohenlohe ist. Politik darf nicht abgehoben sein – sie muss zuhören, erklären und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Cem Özdemir griff diesen Gedanken in seiner Rede auf. Er lobte mein Engagement im Wahlkreis Hohenlohe und sprach mir sein Vertrauen aus. Unter dem Motto „Der kann es auch“ warb er für meine Kandidatur bei der kommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Zu Beginn seiner Rede bedankte sich Özdemir ausdrücklich bei der Polizei für die Begleitung der Veranstaltung. Anschließend ging er auf die großen politischen Fragen unserer Zeit ein. Im Mittelpunkt standen wirtschaftliche Herausforderungen, die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg sowie die Rolle Europas in einer zunehmend unsicheren Welt.

Özdemir machte deutlich, dass Europa gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten enger zusammenstehen muss. Es dürfe nicht passieren, dass wir uns von autoritären Regimen abhängig machen oder erpressbar werden. Deshalb sei es entscheidend, bei Energie, Gas und zentralen Technologien unabhängiger zu werden.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg. Özdemir sprach über politische Initiativen, mit denen Unternehmen bessere Rahmenbedingungen erhalten sollen. Dazu gehört auch der Abbau unnötiger Bürokratie. Kommunen sollen mehr Handlungsspielräume erhalten, wenn bestehende Regelungen vor Ort nicht praktikabel sind. Auch im Baurecht sieht er Reformbedarf, damit Bauen schneller und bezahlbarer wird.

Große Aufmerksamkeit erhielt auch das Thema Bildung. Özdemir sprach sich für ein verpflichtendes und kostenfreies letztes Kita-Jahr aus. Ziel ist es, allen Kindern – unabhängig von ihrer Herkunft – vergleichbare Startbedingungen zu ermöglichen und sicherzustellen, dass sie mit guten Sprachkenntnissen in die Schule starten.

Auch Digitalisierung und technologische Entwicklung spielten eine wichtige Rolle. Özdemir betonte, dass Europa und Baden-Württemberg stärker eigene technologische Lösungen entwickeln müssen, anstatt sich bei wichtigen Technologien dauerhaft von anderen Regionen der Welt abhängig zu machen.

Ein weiterer Punkt war der bevorstehende Internationaler Frauentag am 8. März. Özdemir unterstrich, dass Gleichberechtigung und Frauenrechte weiterhin zentrale politische Aufgaben bleiben. Gerade in einer Zeit, in der Frauenrechte weltweit wieder unter Druck geraten, sei dieser Tag ein wichtiger Anlass, um darauf aufmerksam zu machen.

Im Anschluss an die Rede entstand eine lebendige Diskussion mit vielen Fragen aus dem Publikum. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen anzusprechen und mit Cem Özdemir und mir ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss blieb noch Zeit für persönliche Gespräche und gemeinsame Fotos.

Der Nachmittag in Niedernhall hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit den Menschen vor Ort ist – gerade in Zeiten großer politischer Entscheidungen.