Meine Wurzeln und Werte
Eigentlich wollte ich früher Filmregie studieren und Geschichten auf der großen Leinwand erzählen. Doch als ich zum ersten Mal mit der Politik in Berührung kam, hat sich vieles verändert: 2019 ging ich mit 18 Jahren zum ersten Mal mit Fridays for Future auf die Straße und spürte, dass unsere Gesellschaft vor wichtigen Weichenstellungen steht.
Geprägt hat mich auch meine eigene Familiengeschichte. Mein Großvater kam als Teil der Gastarbeitergeneration aus Italien nach Deutschland – vor allem, um seinen Wissensdurst zu stillen und sich neue Perspektiven zu eröffnen. Er nutzte die Chancen unseres Landes, gründete im Laufe seines Lebens mehrere Unternehmen und entwickelte unter anderem einen ökologischen Heizkessel. Für mich steht seine Geschichte bis heute für Erfindergeist, Aufstieg durch Bildung und die Haltung, dass sich Fleiß und Einsatz in unserer Gesellschaft lohnen.
Meine Mutter lebt mir dieses Werteverständnis vor: Sie hat in Öhringen ein Kursstudio aufgebaut, das heute viele Mitglieder zählt – ein Familienunternehmen, entstanden durch Mut, unternehmerische Verantwortung und harte Arbeit. Dieses Umfeld hat mich früh gelehrt, Verantwortung zu übernehmen und Chancen zu ergreifen.
Kommunalpolitik und Ehrenamt
2019 habe ich erstmals für den Gemeinderat der Großen Kreisstadt Öhringen kandidiert. Was als spontane Idee begann, endete nach der Auszählung der Stimmen mit meinem ersten Mandat. In der Legislaturperiode 2019–2024 war ich der jüngste Kommunalpolitiker im gesamten Hohenlohekreis. Bei der Kommunalwahl 2024 wurde ich erneut in den Gemeinderat der Stadt Öhringen gewählt. Dabei habe ich mein persönliches Ergebnis deutlich verbessert.
Ein besonderes Herzensprojekt ist mein Engagement im Vorstand der Kinderspielstadt Öhringen. Wir ermöglichen es jedes Jahr rund 300 Kindern, zwei Wochen lang ihre eigene „Stadt“ zu gestalten – mit Wahlen, Verwaltung, Medien, Handwerk, Handel und viel Kreativität. Weil ich selbst schon als Kind dabei war, weiß ich, wie wichtig politische Bildung, Verantwortung und Mitgestaltung insbesondere in jungen Jahren sind.
Nach dem Abitur war ich bei der Landtags- und Bundestagswahl 2021 als Wahlkampfmanager in Schwäbisch Hall und Hohenlohe tätig. Bei der Landtagswahl gelang uns GRÜNEN ein historischer Erfolg: Zum ersten Mal haben wir im Wahlkreis das Direktmandat gewonnen.
Im Frühjahr 2022 wurde ich zum Kreisvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hohenlohe gewählt. Seitdem setze ich mich für einen modernen, offenen Kreisverband ein, der alle Generationen einbindet und zugleich verlässlicher Partner für Vereine, Wirtschaft und Kommunen bleibt. Die Gründung der GRÜNEN JUGEND Hohenlohe im Herbst 2022 war ein wichtiger Schritt, den ich in der ersten Amtsperiode als Beisitzer begleiten durfte.
Studium und Beruf
Von 2021 bis 2025 habe ich Politikwissenschaft und Soziologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg studiert. Während des Studiums bin ich regelmäßig zwischen Würzburg und meiner Heimat gependelt, um mein politisches Engagement und das Studium miteinander zu verbinden.
Seit Anfang 2025 arbeite ich im Staatsministerium Baden-Württemberg im Bereich Social Media und digitale Kommunikation. Dadurch erlebe ich täglich, wie zentral verständliche, sachliche und generationengerechte Kommunikation für unsere Demokratie ist.
Ich bin überzeugt: Politik muss nah bei den Menschen sein und gut vermittelt werden – nur so stärken wir Vertrauen, Zusammenhalt und die Zustimmung zu unserer Demokratie.
Landtagskandidat für Hohenlohe
Im März 2025 haben mich die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis Hohenlohe nominiert. Nach der Wahl im März 2026 möchte ich unsere Region in Stuttgart vertreten – mit klaren Vorstellungen für eine starke Wirtschaft im ländlichen Raum, verlässliche Infrastruktur, Klimaschutz und eine Politik, die Chancen eröffnet und das Aufstiegsversprechen erneuert.
Denn genau darum geht es mir: Menschen unabhängig von Herkunft oder Background zu ermöglichen, ihren eigenen Weg zu gehen. Oder wie unser Spitzenkandidat Cem Özdemir sagt: Entscheidend ist nicht, wo jemand herkommt. Entscheidend ist, wo jemand hinwill.





